Hugging Face und Google Cloud vertiefen Partnerschaft für offene KI
Hugging Face und Google Cloud bauen ihre Zusammenarbeit aus, damit Unternehmen offene KI-Modelle einfacher in der Cloud anpassen und betreiben können. Im Mittelpunkt stehen kürzere Wege vom Modellkatalog zur produktiven Infrastruktur, schnellere Downloads sowie zusätzliche Sicherheitsprüfungen. Die Partnerschaft betrifft sowohl Google-Cloud-Kunden als auch Nutzer der Hugging Face Inference Endpoints.
Offene Modelle in mehreren Betriebsmodellen
Google Cloud bindet Modelle aus dem Hugging Face Hub bereits in verschiedene Dienste ein. Über den Vertex AI Model Garden lassen sich populäre Modelle mit wenigen Schritten bereitstellen. Wer mehr Kontrolle benötigt, kann GKE AI/ML und vorkonfigurierte Umgebungen verwenden. Cloud Run mit GPUs deckt wiederum serverlose Inferenz ab. Damit adressieren die Partner unterschiedliche Anforderungen – vom verwalteten Dienst bis zum eigenen Kubernetes-Stack.
Nach Angaben von Hugging Face ist die Nutzung durch Google-Cloud-Kunden innerhalb von drei Jahren um den Faktor zehn gestiegen. Monatlich würden inzwischen Dutzende Petabyte an Modellen übertragen und Milliarden Anfragen verarbeitet. Um diese Datenwege zu verbessern, planen beide Unternehmen einen CDN-Gateway. Er kombiniert den Xet-Speicher von Hugging Face mit Googles Storage- und Netzwerkdiensten und soll Modelle sowie Datensätze direkt in Google Cloud zwischenspeichern.
Schnellerer Start und mehr Kontrolle
Die lokale Zwischenspeicherung in der Cloud kann Downloadzeiten verkürzen und die Zeit bis zum ersten generierten Token reduzieren. Zugleich versprechen die Partner eine robustere Modell-Lieferkette und vereinfachte Governance. Davon sollen Vertex AI, GKE, Cloud Run und klassische Compute-Engine-VMs profitieren. Private Modelle in Hugging-Face-Organisationen sollen sich ähnlich bequem nutzen lassen wie öffentliche Repositories.
Auch die Hardwareseite wird ausgebaut. Künftige Hugging-Face-Bibliotheken sollen Googles TPUs nativer unterstützen, sodass diese Beschleuniger ähnlich zugänglich werden wie GPUs. Bei den Inference Endpoints sind zusätzliche Instanztypen und niedrigere Preise angekündigt, allerdings nennt der Beitrag noch keine konkreten Termine oder Tarifdetails.
Sicherheit bleibt Teil der Plattformfrage
VirusTotal, Google Threat Intelligence und Mandiant sollen helfen, Modelle, Datensätze und Spaces im Hub sicherer zu machen. Für Unternehmen ist das relevant, ersetzt aber keine eigene Prüfung von Modellartefakten, Lizenzen und Abhängigkeiten. Insgesamt stärkt die Kooperation offene Modelle innerhalb einer großen Cloud-Plattform. Sie bietet mehr Komfort, sollte aber weiterhin gegen Kosten, Portabilität und mögliche Anbieterbindung abgewogen werden.
Originalquelle: Hugging Face Blog – Building for an Open Future – our new partnership with Google Cloud



