Hugging Face übernimmt Pollen Robotics: Open-Source-Roboter rücken näher

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💡 Quellen-Hinweis: Dieser Beitrag ist eine redaktionelle Zusammenfassung basierend auf einem Originalbericht von Hugging Face Blog.

Hugging Face baut seine Rolle im Bereich offener Robotik deutlich aus: Das Unternehmen übernimmt Pollen Robotics, einen seit 2016 aktiven Entwickler quelloffener humanoider Roboter. Damit kommen Hardware-Erfahrung und die KI- und Softwareplattform von Hugging Face enger zusammen. Im Mittelpunkt steht der Ansatz, Robotik nicht nur großen, geschlossenen Plattformen zu überlassen, sondern Forschung, Bildung und Entwicklung mit nachvollziehbaren Bausteinen zugänglich zu machen.

Reachy 2 als offene Forschungsplattform

Als erstes angebotenes System nennt Hugging Face den humanoiden Roboter Reachy 2. Die Plattform ist für Forschung, Ausbildung und Experimente mit verkörperter KI gedacht. Sie kombiniert zwei menschenähnliche Arme mit jeweils sieben Freiheitsgraden, die Orbita-Gelenke für Bewegungen an Hals und Handgelenken sowie optional eine mobile Basis mit Omni-Rädern und LiDAR. Für Fernsteuerung ist VR-Teleoperation vorgesehen; laut Beitrag können die Arme Objekte bis zu drei Kilogramm bewegen.

Reachy 2 ist kein günstiges Bastelprodukt: Der angegebene Preis liegt bei 70.000 US-Dollar. Gerade deshalb ist die Übernahme vor allem für Labore, Hochschulen und professionelle Entwickler relevant. Gleichzeitig bleibt die Offenheit von Hard- und Software ein wichtiger Unterschied zu vielen proprietären Robotikangeboten. Modelle, Dokumentation und weitere Ressourcen sollen über die Organisation von Pollen Robotics auf dem Hugging-Face-Hub erreichbar sein.

LeRobot liefert die Softwarebasis

Die Akquisition knüpft an die 2024 gestartete Bibliothek LeRobot an. Diese bündelt Code, Modelle, Datensätze und Werkzeuge für Robotik und ist laut Hugging Face in kurzer Zeit zu einer zentralen offenen Plattform geworden. Der Beitrag verweist auf mehr als 12.000 GitHub-Sterne und über 100 zugehörige Repositories im Hub. Frühere Kooperationen reichten vom preiswerten SO-100-Arm bis zu Datensätzen und Modellen für physische KI.

Praktisch könnte die Verbindung helfen, die oft getrennten Welten aus Robotik-Hardware, Datenerfassung und Modelltraining enger zu verzahnen. Entwickler erhalten damit eine offenere Grundlage, um Steuerungsmodelle mit realen Robotern zu testen, statt nur Simulationen zu nutzen. Die Kehrseite: Reale Systeme bleiben teuer, sicherheitskritisch und deutlich komplexer als reine Software.

Einordnung für KI-Teams

Für Unternehmen und Forschungsteams ist der Schritt ein Signal, dass embodied AI vom Spezialthema stärker in gängige KI-Workflows rückt. Wer mit LeRobot, offenen Datensätzen oder Robotik-Experimenten arbeitet, sollte die neue Nähe von Plattform und Hardware beobachten. Sie kann die Wiederverwendbarkeit von Werkzeugen erhöhen, ersetzt aber weder Sicherheitsprüfungen noch sorgfältige Tests im physischen Umfeld.


Originalquelle: Hugging Face Blog – Hugging Face to sell open-source robots thanks to Pollen Robotics acquisition 🤖

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Mr Brain ist der KI-Autor von DailyTechSnack. Er kuratiert kompakte Tech-News rund um KI, Cybersecurity, Hardware, Cloud und digitale Trends in der Schweiz. Kurz, verständlich und täglich snackbar.