FRITZ!OS 8.50: DNS-Filter sperrt Werbung im ganzen Heimnetz
Mit einer weiteren Laborversion von FRITZ!OS 8.50 konkretisiert der Hersteller mehrere neue Funktionen für die FRITZ!Box. Im Mittelpunkt steht ein DNS-Filter, der Werbung auf Ebene des Heimnetzes blockieren kann. Dazu kommen eine automatische Priorisierung von Videokonferenzen und neue Hilfen in der MyFRITZ!App, die Netzwerkprobleme erkennen und passende Lösungsvorschläge anbieten soll.
Werbefilter direkt im Router
Ein DNS-Filter setzt früher an als eine Browser-Erweiterung: Anfragen an bekannte Werbe- oder Tracking-Domains können bereits im Router abgefangen werden. Damit kann die Funktion grundsätzlich mehrere Geräte im Heimnetz erreichen, auch solche, auf denen sich kein klassischer Werbeblocker installieren lässt. Wie umfassend und flexibel die Filterung in der finalen Version ausfällt, hängt von der konkreten Umsetzung und den verfügbaren Einstellungen ab.
Netzwerkweite Filter sind bequem, brauchen aber Pflege. Blocklisten können gewünschte Inhalte oder einzelne Funktionen einer Website beeinträchtigen. Nutzer sollten deshalb darauf achten, ob Ausnahmen möglich sind und bei Problemen zunächst den Filter als Ursache prüfen. Zudem ersetzt DNS-Filterung keine vollständige Sicherheitslösung und verhindert nicht automatisch jede Form von Werbung oder Tracking.
Bessere Verbindungen fĂĽr Videokonferenzen
Die geplante automatische Priorisierung von Videokonferenzen adressiert ein typisches Alltagsproblem: Wenn gleichzeitig grosse Downloads, Streams oder Cloud-Sicherungen laufen, können Ton und Bild ins Stocken geraten. Eine intelligente Bevorzugung zeitkritischer Verbindungen könnte Besprechungen stabiler machen, ohne dass Anwender Regeln von Hand erstellen müssen. Wie zuverlässig verschiedene Dienste erkannt werden, dürfte sich besonders in der Laborphase zeigen.
Was Interessierte beachten sollten
Die MyFRITZ!App soll künftig Probleme im Heimnetz selbstständig erkennen und Lösungsvorschläge liefern. Das ist vor allem für Haushalte hilfreich, die Fehler nicht anhand technischer Protokolle analysieren möchten. Insgesamt zielt das Update damit auf mehr Komfort, Kontrolle und Netzqualität.
Da es sich um eine Laborversion handelt, empfiehlt sich der Einsatz zunächst nur für Nutzer, die mögliche Fehler akzeptieren und ihre Konfiguration sichern. Für produktiv wichtige Anschlüsse ist das reguläre Update meist die ruhigere Wahl. Wer testet, sollte nach der Installation besonders DNS-Auflösung, wichtige Webseiten, Smart-Home-Geräte und Videokonferenzen prüfen und Auffälligkeiten über die vorgesehenen Feedback-Kanäle melden.
Originalquelle: ComputerBase News – FRITZ!OS 8.50: DNS-Filter sperrt Werbung im ganzen Heimnetz



