Europäische Verleger verklagen Google auf 640 Millionen Euro

💡 Quellen-Hinweis: Dieser Beitrag ist eine redaktionelle Zusammenfassung basierend auf einem Originalbericht von heise online.

Milliardenklage gegen Googles Werbemonopol

Eine breite Allianz europäischer Verleger hat eine massive Schadensersatzklage gegen den Suchmaschinenriesen Google eingereicht. Die Medienhäuser fordern insgesamt rund 640 Millionen Euro. Grund für die juristische Auseinandersetzung sind mutmaßliche Verstöße des US-Konzerns gegen das europäische Wettbewerbsrecht auf dem Markt für digitale Werbeanzeigen (AdTech), durch die den Verlagen erhebliche Einnahmen entgangen sein sollen.

Rückhalt durch EU-Wettbewerbsentscheidung

Die Klage stützt sich maßgeblich auf eine frühere Entscheidung der Europäischen Kommission. Diese hatte Google bereits wegen wettbewerbswidriger Praktiken im Anzeigenmarkt zu einer empfindlichen Geldbuße verurteilt. Die Verleger argumentieren, dass Google durch seine dominante Marktposition und intransparente Algorithmen die Preise künstlich gedrückt und Verlage systematisch benachteiligt hat. Die geforderte Summe soll den entstandenen wirtschaftlichen Schaden kompensieren.

Wichtiger Präzedenzfall für die Medienbranche

Dieser Rechtsstreit könnte zu einem bedeutenden Präzedenzfall für das Verhältnis zwischen globalen Tech-Plattformen und lokalen Medienhäusern werden. Verlegerverbände betonen seit Jahren, dass eine faire Verteilung der Werbeeinnahmen für das Überleben des Qualitätsjournalismus in Europa essenziell ist. Google hingegen weist die Vorwürfe zurück und kündigte an, sich entschieden gegen die Klage zur Wehr zu setzen.


Originalquelle: heise online – Europäische Verleger verklagen Google auf 640 Millionen Euro